Leistungsbewertung

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Neben der kontinuierlichen Beobachtung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und ihrer persönlichen Lernfortschritte, die in der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung erfasst werden, sind die Ergebnisse schriftlicher, mündlicher und anderer spezifischer Lernkontrollen zur Leistungsfeststellung heranzuziehen. Mündliche und fachspezifische Leistungen besitzen bei der Bestimmung der Gesamtzensur in einem Fach der Naturwissenschaften ein deutlich höheres Gewicht als die schriftlichen Leistungen. Der Anteil der schriftlichen Leistungen an der Gesamtzensur ist abhängig von der Anzahl der schriftlichen Lernkontrollen innerhalb eines Schulhalbjahres bzw. Schuljahres.

Für eine transparente Leistungsbewertung sind den Lernenden die Beurteilungskriterien rechtzeitig mitzuteilen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Beiträge für die Beurteilung maßgeblich ist. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Kompetenzerwerb in schriftlicher, mündlicher oder fachspezifischer Art nachweisen. Ausgehend von der kontinuierlichen Beobachtung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und ihrer persönlichen Lernfortschritte sind die Ergebnisse der Klausuren/Klassenarbeiten, die Mitarbeit im Unterricht sowie andere fachspezifische Lernkontrollen zur Leistungsfeststellung heranzuziehen. Im Laufe des Kurshalbjahres/Schulhalbjahres sind die Lernenden über ihren aktuellen Leistungsstand zu informieren.

Zur Mitarbeit im Unterricht zählen z. B.:

• Sachbezogene und kooperative Teilnahme am Unterrichtsgespräch
• Erheben relevanter Daten (z. B. Informationen sichten, gliedern und bewerten, in unterschiedlichen Quellen recherchieren, Interviews und Meinungsumfragen durchführen)
• Planen, durchführen und auswerten von Experimenten
Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung
• Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokolle, Arbeitsmappen, Materialdossiers, Portfolios)
• Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. Referate, Vorstellung eines Thesenpapiers, Erläuterung eines Schaubildes, Darstellung von Arbeitsergebnissen)
• Verantwortungsvolle Zusammenarbeit im Team (z. B. planen, strukturieren, reflektieren, präsentieren)
• Umgang mit Medien und anderen fachspezifischen Hilfsmitteln
• Anwenden und Ausführen fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen
• Anfertigen von schriftlichen Ausarbeitungen
• Mündliche Überprüfungen und kurze schriftliche Lernkontrollen
• Häusliche Vor- und Nachbereitung
• Teilnahme an Schülerwettbewerben

Bei kooperativen Arbeitsformen sind sowohl die individuelle Leistung als auch die Gesamtleistung der Gruppe in die Bewertung einzubeziehen. So finden neben methodisch-strategischen auch die sozialkommunikativen Leistungen Berücksichtigung.

In der Qualifikationsphase werden die Schülerinnen und Schüler an das in den EPA formulierte Niveau herangeführt. Alle Hilfsmittel, die in der Abiturprüfung benutzt werden sollen, werden im Unterricht und in den Klausuren mehrfach verwendet.

Zur Ermittlung der Gesamtzensur werden die Ergebnisse der Klausuren/Klassenarbeiten und die Bewertung der mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen herangezogen. Der Anteil der schriftlichen Leistungen darf in der Sekundarstufe I und II ein Drittel an der Gesamtzensur nicht unterschreiten.