Allgemein

1.1.1      Ausgangslage

Die Fachgruppe Physik sieht ihre Aufgabe nicht nur darin, gemäß der RRL und des Kerncurriculums ihren Anteil zur naturwissenschaftlichen Grundbildung zu leisten. Das Leben in der Physik muss – und ist es in unserem Fachbereich – auch geprägt sein von der Faszination und dem Spaß an der Sache und dem Forschen. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler (SuS) die Rolle der Physik als die grundlegende Naturwissenschaft begreifen, dazu in die Lage versetzt werden, bei wichtigen politischen und gesellschaftlichen Problemen (z.B. Energieversorgung, Nutzung von Kernenergie, Verkehrspolitik,…) physikalische Tatsachen kompetent in ihren Meinungsbildungsprozess und ihr Handeln als dann mündige Bürger einzubinden.

Deshalb versuchen wir die Physik im sinnstiftenden Kontext zu unterrichten. So wurde z.B. mit der Biologie im Zuge des Sinus-Transfer-Programms die fächerübergreifende Unterrichtsreihe Sinus im Auge entwickelt und bereits mehrfach durchgeführt. Sie findet bei SuS und Erziehungsberechtigten Anklang und gilt bei den Lehrerinnen und Lehrern der Fachbereiche Biologie und Physik als etabliert.

Eine weitere Grundlage unseres Lehrens und Lernens im Fachbereich Physik ist die Schwerpunktsetzung auf das Schüler – Selbst – Tun um zu "begreifen". Es werden viele Schülerexperimente durchgeführt. Dazu gibt es Konzepte für arbeitsteilige und arbeitsgleiche Gruppenarbeiten sowie Partnerarbeiten in Mechanik, Optik, Kinematik, zu Elektrizitätslehre und Wärmelehre – natürlich immer mit Experimenten.

Da beim Aufbau der Sammlung bereits viel Wert auf Schülerexperimente gelegt wurde, ist die Sammlung sehr gut ausgestattet und wird auch gut genutzt. Die beiden Physikräume sind mit verschiebbaren Tischen ausgestattet, sodass problemlos Gruppentische zusammengestellt werden können. Es gibt bereits eine rollbare Computerausstattung mit dem gleichen computerbasierten Messwerterfassungssystem (CASSY) wie es auch an den beiden Lehrerrechnern installiert ist und Anwendung findet.

Für den Frontalunterricht, der selbstredend auch stattfindet, ist die mediale Ausstattung beider Räume komplett: Sie verfügen über Computer (mit Internetzugang) und Beamer sowie FlexCam, Audioanlage und einen Videorecorder. Auf den Computern sind für den Unterricht zahlreiche Java-Applets sowie andere Simulationssoftware installiert. Für die Unterrichtsplanung steht den Lehrpersonen umfangreiches Material der Lehrmittelfirmen auf den Rechnern zur Verfügung.

Es ist festzustellen, dass die Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern im Fachbereich gut klappt. Es findet ein reger Austausch an Tipps und Material statt, man hilft sich gegenseitig und diskutiert rege fachlich und fachdidaktisch. In einigen Klassenstufen werden Unterrichtsreihen parallel geplant und durchgeführt. Fortbildungen werden regelmäßig besucht. Es gibt eine Arbeitsgruppe zur Implementation des neuen Kerncurriculums im Fach Physik in unserer Schule.

Zur Ergänzung der curricularen Vorgaben werden außerschulische Lernorte (Universum, DESY, Norddeutsche Affinerie,…) besucht und in den Unterricht integriert.

Als fachlich roter Faden zieht sich durch unseren Lehrgang der Begriff Energie. Nicht erst seitdem die neuen Kerncurricula das vorschreiben, steht dieser physikalische Gegenstand immer wieder im Zentrum der Betrachtungen oder ist Ausgangspunkt für Neues.

1.1.2      Zukunftsperspektiven

Gezwungenermaßen steht auch im Fach Physik die Anpassung des schulinternen Curriculums gemäß des neuen Kerncurriculums an.

Darüber hinaus müssen dann natürlich neue Vorlagen für Schülerexperimente entwickelt werden oder die bestehenden müssen entsprechend geändert werden.

Die Fachkonferenz hat beschlossen, dass in 4 Klassenstufen Fahrten zu außerschulischen Lernorten durchgeführt werden: In Klassenstufe 5 in das "Universum" nach Bremen, in 7 oder 8 zur GKSS nach Geesthacht, in 9 zur Diffusionsnebelkammer nach Oldenburg und in 12 zum DESY nach Hamburg.

Eine Zusammenarbeit in Klassenstufe 5 mit dem Fach Erdkunde (Thema: Magnetismus, Erdmagnetfeld, Kompass…) soll etabliert werden.

Durch die neuen Kerncurricula muss die Einbindung des Methodenkonzepts des Gymnasiums Salzhausen in den Physikunterricht neu organisiert werden.

Aus dem gleichen Grund muss "Sinus im Auge" an die Klassenstufe 6 angepasst werden.

Die Lehrer der Oberstufe entwickeln Konzepte zu den jetzt erstmals möglichen Zentralabiturprüfungen mit experimentellem Anteil, zu dem neue Gerätesets angeschafft werden, die niedersachsenweit einheitlich sind.

Es sollen aus bereits vorhandenen Alt-Computern noch weitere Schülercomputerarbeitsplätze mit CASSY aufgebaut werden.

Als weitere Aufgabe sieht der Fachbereich die Etablierung einer Wettbewerbskultur. Im AG-Bereich soll dazu die AG "Experimente aus Natur und Technik" zur "Jugend-forscht" bzw. "Schüler experimentieren" – AG weiterentwickelt werden.

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