Leistungsbewertung

  • Drucken

Grundsätze der Leistungsbewertung auf Grundlage der Kerncurricula für das Fach Latein des niedersächsischen Kultusministeriums und der Beschlüsse der Fachkonferenz

Sekundarstufe 1:
Die Zeugnisnote setzt sich zu ungefähr gleichen Teilen aus den erbrachten Leistungen in den Klassen- bzw. Kursarbeiten und der Mitarbeit im Unterricht zusammen.

Bei der Bewertung der mündlichen Mitarbeit ist sowohl die Häufigkeit der Beiträge als auch ihr Wert heranzuziehen. Einen Überblick über die Anforderungen im Bereich der mündlichen Mitarbeit vermittelt das auf der Homepage veröffentlichte Kompetenz- und Beteiligungsprofil Latein für die Jahrgänge 6-10. Darüber hinaus fließen in einem angemessenen Umfang kürzere schriftliche Wiederholungen zur Überprüfung einzelner Lernziele in die Mitarbeit im Unterricht ein. Dieses können Vokabeltests, Formentests und satz- und textanalytische Aufgaben sein. Sie gewährleisten nicht nur der Lehrkraft, stets über den Kenntnisstand der Lerngruppe informiert zu sein, sondern bieten vor allem auch den Schülerinnen und Schülern einen ständigen Anhaltspunkt ihrer individuellen Leistungsstände. Ebenso können weitere fachspezifische Leistungen, wie z. B. Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Mappe, Heft, Portfolio) oder mediengestützte Präsentationen (z. B. Referat, Plakat, Modell), bei Findung der Mitarbeitsnote berücksichtigt werden. Die Schüler werden in angemessenen Zeitabständen über ihre mündlichen Leistungen informiert.

Auf Beschluss der Fachkonferenz werden im Fach Latein 4 Klassenarbeiten pro Schuljahr geschrieben. Sie bestehen aus einer Übersetzungsaufgabe und weiteren Aufgaben, wie z. B. grammatikalische Aufgabenstellungen (z. B. Bestimmung und Bildung von Formen, Satzstrukturanalyse mit Funktionsbestimmungen) und Aufgabenstellungen zum Fakten- und Sachwissen (z. B. Einbeziehung archäologischen Materials, der römischen Geschichte und der griechisch-römischen Mythologie). Aufsteigend sollen  textinterpretatorische Aufgabenstellungen (z. B. Wiedergabe des Inhalts in eigenen Worten, Einordnung in den thematischen Rahmen, Einordnung in den historischen Kontext, einfache Textvergleiche) und stilistische Aufgabenstellungen (z. B. Beschreibung und Funktionsbestimmung einzelner stilistischer Phänomene) größeren Raum einnehmen. Die schriftlichen Arbeiten müssen i. d. R. berichtigt werden. Die Berichtigung ist Teil der Mitarbeit. Einen Überblick über Anforderungen bei der Erstellung der Berichtigung und die Korrekturzeichen im Fach Latein vermittelt das entsprechende Dokument auf der Homepage.

Sekundarstufe 2:
Die Zeugnisnote setzt sich zu ungefähr gleichen Teilen aus den erbrachten Leistungen in den Kursarbeiten und der Mitarbeit im Unterricht zusammen, wobei aufgrund der geringen Anzahl von Kursarbeiten die Mitarbeit im Unterricht ein leichtes Übergewicht erhält. Bei der Bewertung der Mitarbeit ist sowohl die Häufigkeit der Beiträge als auch ihr Wert heranzuziehen. Die mündliche Mitarbeit besteht z. B. aus mündlichem Übersetzen, Interpretationsbeiträgen, auf Hausaufgaben basierende Beiträge, Beschaffung von Informationen und Materialien, Referaten u. ä.. Dabei werden unter anderem die Sprachkenntnis, die Sprachverwendung, Methodenbeherrschung, Denkanstöße, Produktivität und Kreativität und Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft bewertet. Darüber hinaus fließen in einem angemessenen Umfang kürzere schriftliche Wiederholungen zur Überprüfung einzelner Lernziele in die Mitarbeit im Unterricht ein. Dieses können sowohl Tests zum Wortschatz und zur Formenkenntnis als auch kürzere Übersetzungsaufgaben sein. Die Schüler werden in angemessenen Zeitabständen über ihre mündlichen Leistungen informiert.