Ausgangslage und Zielvorstellungen

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1. Ausgangslage

Die Fachgruppe Latein besteht derzeit aus Frau Apitzsch, Frau Dierschke, Frau Senger und Herrn Rzondetzko, die momentan 44 Wochenstunden Latein am Gymnasium Salzhausen unterrichten. Die übersichtliche Größe der Fachschaft hat bisher eine schnelle und gute Kommunikation ermöglicht und zu einer engen Zusammenarbeit, z. B. in den Bereichen Klassenarbeiten und Lektüreauswahl, geführt. Latein hat sich von Beginn an als gleichwertige Fremdsprache neben Französisch etablieren können und wird bis einschließlich Jahrgang 12 unterrichtet, aus dem im kommenden Schuljahr auch die ersten Schülerinnen und Schüler ihre Abiturprüfung im Fach Latein ablegen werden.

Ab dem nächsten Schuljahr wird Latein in der Kursstufe jahrgangsübergreifend und niveaueinheitlich unterrichtet, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, Latein bis zum Abitur zu belegen. Denn wie auch in anderen Schulen zeichnet sich am Gymnasium Salzhausen der Trend ab, dass viele Schülerinnen und Schüler aufgrund der Komplexität des Faches und eines benötigten hohen Abstraktionsvermögens das Fach Latein nach der 11 Klasse, spätesten aber nach Erreichen des großen Latinums am Ende des Jahrgangs 12 aufgeben und dass dadurch die Gefahr besteht, dass ein Kurs nicht bis zum Abitur geführt werden kann.

In der Mittelstufe wird erfolgreich mit dem Lehrwerk „Lumina“ unterrichtet, welches zu Beginn des vierten Lernjahres durch eine Übergangslektüre abgelöst wird, die im Verlauf des vierten Lehrjahres in einer Originallektüre mündet. Dieser Übergang ist nach wie vor nicht unproblematisch, da die nicht aufbereiteten Originaltexte das gesamte Wissen der Schülerinnen und Schüler abverlangen und sich nicht auf ein bestimmtes grammatikalisches Phänomen fokussieren.

Über die festgelegten Kriterien der Leistungsbewertung informiert ein anderer Artikel auf der Homepage des Gymnasiums Salzhausen.

Anschaffungen für die Bibliothek sind getätigt worden, sodass sich die Schülerinnen und Schüler v. a. im kulturellen Bereich über antike Themen informieren können.

Darüber hinaus findet zu Beginn des kommenden Schuljahres eine Studienfahrt nach Rom statt, von der auch Impulse für die Zukunft ausgehen sollten, um Rom als Studienfahrtziel zu etablieren.

2.  Zielvorstellungen

Mit der Entscheidung, Latein in der Kursstufe jahrgangsübergreifend zu unterrichten, ist zusammen mit der verbesserten Wahlmöglichkeit des Faches die Hoffnung verbunden, Latein dauerhaft als Prüfungsfach anbieten zu können und u. U. noch mehr Schülerinnen und Schüler für den Oberstufenunterricht gewinnen zu können.

Um eine günstige, d. h. den Anforderungen der Kursstufe entsprechende und zugleich motivierende Ausgangslage zu schaffen, soll ein verbindlicher Lektürekanon für die Übergangs- und Vorbereitungsphase festgelegt werden.

Im Bereich der Mittelstufe ist eine noch engere Absprache mit der ersten Fremdsprache und v. a. dem Fach Deutsch anzustreben, um die Schwierigkeiten zu Beginn der Spracherwerbsphase zu minimieren, die in erster Linie aus mangelnden grammatikalischen Vorkenntnissen resultieren.

Als weiteres Ziel gilt in Verbindung mit dem zu erarbeitenden Fremdsprachenkonzept die Bildung eines Kurses Latein als 3. Fremdsprache, der bisher leider nicht zustande gekommen ist.

Der Besuch außerschulischer Lernorte gestaltet sich gerade im norddeutschen Raum schwierig. Daher sollte bei der Vorbereitung von Klassen- und Kursfahrten verstärkt darauf geachtet werden, Ziele anzusteuern, die die Antike „begreifbar“ machen, also in der Mittelstufe Ziele in „Germania Romana“ und in der Kursstufe z. B. Rom, Griechenland, Kleinasien oder die Provence.

Als letztes Ziel ist die Verbesserung der personellen Situation zu nennen, was allerdings die Fachgruppe nur schwer erfüllen kann.