Leistungsbewertung

Sekundarstufe I: Bei der Leistungsbewertung werden die mündlichen und schriftlichen Leistungen etwa im gleichen Verhältnis gewichtet. Im Folgenden wird dargelegt, was genau die mündlichen bzw. schriftlichen Leistungen beinhalten.

mündliche Leistungen: Da der mündlichen Sprachverwendung eine besondere Stellung im fremdsprachlichen Unterricht zukommt, muss auf die Anwendung und Überprüfung produktiver, mündlicher Sprachleistung besonderen Wert gelegt werden (vgl. Kerncurriculum für das Gymnasium für die Schuljahrgänge 5-10 für das Fach Englisch[1], S.27). Insbesondere bei der mündlichen Sprachproduktion spielen, je nach Unterrichtssituation, folgende Aspekte eine wesentliche Rolle (vgl. KC Englisch, S.27):

  • die Verständlichkeit der Aussage (Sprachrichtigkeit),
  • die Länge und Komplexität der Äußerung (der erreichte Grad der Sprachbeherrschung, Ausdrucksvermögen, inhaltliche Qualität der Aussagen),
  • die erfolgreiche Beteiligung an Dialogen,
  • das anschauliche und verständliche Präsentieren von Inhalten,
  • die Verwendung von adressatengerechten, situationsangemessenen und themenspezifischen Redemitteln,
  • die Spontaneität und Originalität des sprachlichen Agierens und Reagierens.

Des Weiteren fließen in die Bewertung der mündlichen Leistung folgende Aspekte mit ein:

  • Verlässlichkeit und Fleiß,
  • Hausaufgaben,
  • kurze Tests und
  • Sonderleistungen wie z.B. Referate.

schriftliche Leistungen: Mindestens vier Lernkontrollen pro Schuljahr überprüfen ausschließlich die funktionalen kommunikativen Kompetenzen des Hör- und Hör-/Sehverstehens, Leseverstehens, Schreibens und der Sprachmittlung. Da die kommunikative Gesamtleistung zu bewerten ist, müssen die Überprüfungen an Situationen und kommunikative Funktionen gebunden sein (vgl. KC Englisch, S. 26f).

Die Schülerinnen und Schüler werden in angemessenen Zeitabständen über ihren Leistungsstand informiert.

Sekundarstufe II: Im Sinne einer logischen Progression werden ebenso wie in der Sekundarstufe I Leistungen in allen Kompetenzbereichen des Sprechens, Hör- und Hör-/Sehverstehens, Leseverstehens, Schreibens und der Sprachmittlung festgestellt. Der Unterricht ist daran ausgerichtet, diese funktionalen Kompetenzen zu erlangen und zu schulen, sodass die Schülerinnen und Schüler am Ende der Qualifikationsphase auf beiden Leistungsniveaus Leistungen im Bereich der Stufen B2 – C1 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen erreichen, wobei die Schülerinnen und Schüler in Kursen auf erhöhtem Niveau generell mit eher komplexeren Texten umgehen können müssen. Um dies zu gewährleisten, werden den Schülerinnen und Schülern mannigfaltige Gelegenheiten gegeben, diese Kompetenzen zu erwerben und den Nachweis über deren Erlangen in anspruchsvollen Leistungssituationen zu erbringen (vgl. Kerncurriculum für das Fach Englisch - gymnasiale Oberstufe für das Fach Englisch, S.30f[2]).

mündliche Leistungen:

Den Schülerinnen und Schülern werden die Kriterien z.B. für bestimmte Aufgabentypen aber auch für die Bewertung der mündlichen Leistung rechtzeitig mitgeteilt, um so eine transparente Leistungsbewertung zu gewährleisten. Wichtig ist, dass generell die Qualität der Leistungen zählt.

Zur Mitarbeit im Unterricht zählen unter anderem:

  • sachbezogene und kooperative Teilnahme am Unterrichtsgespräch (dazu gehören auch z. B. Debatten, Diskussionen) und die gemeinsame Präsentation von Ergebnissen
  • recherchieren von Informationen, deren Gliederung und kritische Bewertung
  • Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokolle, Arbeitsmappen, Materialdossiers, Arbeits- und Lesetagebücher),
  • Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. Referate, Vorstellung eines Thesenpapiers, Erläuterung eines Schaubildes, Darstellung von Arbeitsergebnissen),
  • Anfertigen von schriftlichen Ausarbeitungen,
  • Anwenden und Ausführen fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen,
  • mündliche Überprüfungen und kurze schriftliche Lernkontrollen,
  • häusliche Vor- und Nachbereitung,

(KC Englisch SEKII, S.30f)

schriftliche Leistungen: Klausuren in der Oberstufe beinhalten in der Regel Aufgaben mit einer Textaufgabe mit analytisch interpretierendem Schwerpunkt. Es können jedoch (audio-)visuelle Vorlagen ebenso wie kreativ-produktive Bearbeitungsformen mit einbezogen werden. Bei Klausuren ist der schriftliche Sprachgebrauch mit 60%, der Inhalt mit 40% zu bewerten. Innerhalb der gesamten Qualifikationsphase muss mindestens eine Klausur eine Aufgabe zum Hör- oder Hör-/Sehverstehen und eine weitere Klausur eine Aufgabe zur Sprachmittlung enthalten. Zur Ermittlung der Gesamtzensur werden neben der individuellen Leistungsprogression sowohl die mündliche Beteiligung als auch die schriftlichen Leistungen zu ungefähr gleichen Teilen herangezogen. Die Schülerinnen und Schüler werden im Laufe des Schulhalbjahres mehrfach über den aktuellen Leistungsstand informiert.


[1] im Folgenden abgekürzt durch: KC Englisch     [2] im Folgenden abgekürzt durch KC Englisch SekII

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