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Der Fachbereich Englisch ist noch immer auf einem guten Wege. Alle siebzehn Fachlehrkräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und geben ihre Erfahrungen auf Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen an das Fachkollegium weiter. Die Zusammenarbeit und der Austausch miteinander funktionieren reibungslos. Auch Kolleginnen benachbarter Grundschulen stehen in gutem Kontakt mit uns. Besuchern und Praktikantinnen steht unsere Tür weit offen. Das Gymnasium Salzhausen ist zudem Ausbildungsschule für das Lehramt an Gymnasien und unsere Fachschaft kooperiert intensiv mit dem Studienseminar in Lüneburg. Mittlerweile haben fünf Referendarinnen ihr Zweites Staatsexamen im Fach Englisch erfolgreich abgeschlossen. Die enge Zusammenarbeit mit den Referendarinnen wird von uns als für alle Seiten fruchtbar eingeschätzt.
Für die Arbeit im Unterricht wurden zukunftsweisende Lehrwerke eingeführt und moderne Lernmittel beschafft. Diese werden, wenn nötig, aktualisiert und ergänzt. Abgesehen von einer umfangreich ausgestatteten Schulbibliothek, in welcher sich vielfältiges Material für alle Altersgruppen findet, existieren in der Sammlung unseres Faches den verschiedenen Jahrgängen zugeordnete ansprechende, literarische Werke. Diese können im Sinne einer langfristigen Lese- und Lernmotivation sowie zur Unterstützung besonders interessierter und eigenständiger Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden.
Im Sinne möglichst umfassender interkultureller Bildung werden mit Oberstufenkursen regelmäßige Studienfahrten nach Großbritannien oder Irland durchgeführt. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 werden zudem ermuntert und intensiv in ihren Bemühungen unterstützt, möglichst langfristige Aufenthalte an Schulen im englischsprachigen Ausland zu verbringen. Des Weiteren hat unsere Schule seit 2011 bereits zweimal erfolgreich an einem Austausch mit der Arlington High School im Bundesstaat New York in den USA teilgenommen.
Die Zusammenarbeit mit Eltern- und Schülervertretern in den Gremien läuft darüber hinaus reibungslos. Die Fachschaft Englisch kooperiert außerdem als Teil eines Netzwerks eng mit anderen Gymnasien im Landkreis Harburg. Hier finden unter anderem gemeinsame Fortbildungen zu aktuellen Themen statt. Zentrale Aspekte dieser Fortbildungen sind die rechtlich angemessene sowie die zeitgemäße Umsetzung des fremdsprachlichen Unterrichts an den jeweiligen Schulen. Nichtsdesto-trotz sollen bestehende schulinterne und schulformübergreifende Kooperationen weiter intensiviert werden.
Englisch als bedeutendste Verkehrs- und Kultursprache der heutigen Zeit ermöglicht den Schülerinnen und Schülern zwar keinen unbegrenzten, wohl aber einen äußerst umfassenden Einblick in weite Teile der gegenwärtigen Literatur, Musik und Kunst. Sie ist allerdings nicht nur Mutter-, National- oder Amtssprache, sondern die zentrale Sprache der Kommunikation in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und globaler Politik.
Die momentane kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt, stellt uns vor neue Aufgaben, da sich in Zeiten der Globalisierung und internationaler Kooperationen das Sprachenlernen sowie Wege und Mittel der Kommunikation verändert haben bzw. sich in einem stetigen Fluss befinden. Unser Fach hat somit die wesentliche Aufgabe, unsere Schülerinnen und Schüler so gut es geht auf die Herausforderungen vorzubereiten, denen sie sich in ihrem weiteren Lebensweg stellen müssen.
Mehr denn je kommt es beim Sprachenlernen auf interkulturelle Kompetenz an, also das Verstehen von historischen und kulturellen Charakteristika verschiedener Nationen. Dies wird insbesondere dann deutlich und wichtig, wenn die Heranwachsenden im Zuge der voranschreitenden medialen Entwicklung immer schnelleren Zugang zu Texten, Videos oder Musik aus fremden Ländern haben, welche natürlich geprägt sind durch die in diesem Land vorherrschende Kultur und somit meist auch erst verstanden werden können, wenn man sich näher mit der betreffenden Kultur beschäftigt. Abgesehen von einer damit einhergehenden Schulung der Empathiefähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler kann dies zudem interessante Einblicke und Rückschlüsse auf die eigene Kultur ermöglichen und trägt hoffentlich dazu bei, unsere Schüler zu offenen, kritischen und mündigen Bürgern in einer zusammenwachsenden Welt zu machen.
In der produktiven und kritischen Auseinandersetzung mit verschiedensten Medien der englischen Sprache erfahren die Schülerinnen und Schüler etwas über Gestaltungsprozesse sowie den jeweiligen Medien zugrundeliegende Strategien bzw. deren Intention und erlangen in diesem Bereich für die heutige Zeit wichtige Kompetenzen. Zu diesen gehören selbständiges und selbstgesteuertes, aber auch kooperatives und kreatives Lernen sowie die lösungsorientierte Arbeit an (eigenen) Problemstellungen. Des Weiteren lernen sie, unterschiedliche Informationsquellen kritisch zu hinterfragen und eignen sich Methoden an, um im Sinne eines lebenslangen (Sprachen-)Lernens einen leichteren Zugriff auf weitere Fremdsprachen zu erlangen.
Der Logik des Fremdsprachenunterrichtes folgend ist der Lernfortschritt insbesondere in den Bereichen Wortschatz und Grammatik so organisiert, dass ein kumulativer Wissensaufbau stattfindet. Somit muss der Progression des eingeführten Lehrwerkes im Wesentlichen gefolgt werden. Die gemeinsam vereinbarte und im schulinternen Fachcurriculum dargelegte Reihenfolge des Erwerbs der grundlegenden Kernkompetenzen ist in dieser Form für alle Fachlehrkräfte verbindlich. Sie kann und muss durch alle Fachlehrkräfte eigenverantwortlich ergänzt werden. Das Setzen individueller Schwerpunkte ist dabei im Rahmen der vorgeschriebenen Inhalte durchaus möglich. Die Erarbeitung alternativer oder zusätzlicher Themenbereiche im Hinblick auf zur Verfügung stehende sprachliche Mittel ist ebenfalls äußerst wünschenswert. Dies gilt insbesondere dann, wenn hierbei, genau wie im alltäglichen Unterricht, altersgemäße Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.
Die Anzahl der schriftlichen Klassenarbeiten richtet sich selbstverständlich nach dem gültigen Erlass. So werden in der Sekundarstufe pro Schuljahr mindestens vier Klassenarbeiten geschrieben. Diese sollen möglichst gleichmäßig über das Schuljahr verteilt werden. Grundsätzlich ist der Lernzuwachs im Zuge des kommunikativen Ansatzes in solchen Zusammenhängen zu überprüfen, die einer natürlichen Kommunikationssituation möglichst nahe kommen. Ausgenommen hiervon sind Vokabel- und Kurztests. Bezüglich schriftlicher Leistungskontrollen wurde festgelegt, dass eine Leistung nicht mehr als ausreichend bewertet werden darf, wenn weniger als 50% der Anforderungen erfüllt wurden. Dabei ist grundsätzlich auch die Orthografie zu berücksichtigen.
Insgesamt orientiert sich die Bewertung von Leistungen im Englischunterricht zum größeren Teil an der Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Um auf besondere Leistungen und unterschiedliche Anforderungsbereiche flexibel reagieren zu können, verzichten wir dabei bewusst auf pseudoobjektive Prozentangaben.
Es bleibt unser übergeordnetes Ziel, alle Schülerinnen und Schüler spätestens zum Ende des zehnten Jahrganges in allen Kompetenzbereichen wenigstens auf das Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens zu bringen. In der Sekundarstufe II orientieren wir uns bezüglich der Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, welche die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen an den gültigen Einheitlichen Prüfungsanforderungen Abitur und Rahmenrichtlinien. Inhaltlich halten wir uns eng an die für den jeweiligen Jahrgang vorgegebene Themenauswahl für das Zentralabitur. Hierbei sollen einzelne Themen durchaus ergänzt werden, soweit sie auf den gegenwärtigen Kurs sowie vorhandene Interessenlagen und aktuelle Ereignisse/ Entwicklungen abgestimmt sind.
Fe, 12.2013